Segelwoche Thun (11.-10. Jul 2010)


Die Wetterprognose fürs Wochenende machte uns Sorgen. Grosse Hitze in ganz Europa und Gewitterneigung in den Alpen versprachen nichts Gutes. Dennoch freuten sich die sechs Mustosegler vom Thunersee all die Regattacracks auf einheimischen Gewässern zu begrüssen. Hene Keller musste leider wegen einer Verletzung passen.
Gegen zwei Uhr gings am Samstag aufs Wasser. Die Thermik konnte nicht richtig aufbauen. So hatten wir nur bis Hilterfingen Westwind. Die Wettfahrtleitung zog das Feld seeaufwärts und zurück. Es konnte leider kein Lauf gestartet werden. Plötzlich wurden ungewohnt viele Flaggen auf dem Startboot gehisst. Wir mussten in den Hafen zurück. Die Gewitterneigung nahm zu. Doch alle Mustosegler konnten ihre Schiffe rechtzeitig ans Trockene bringen und warteten auf weitere Befehle des Wettfahrtleiters. Gegen fünf Uhr wurden alle weiteren Versuche für den Samstag abgebrochen. Einige Zeit später brach ein gewaltiger Sturmwind aus dem Simmental über den Thunersee herein. Fliegendes Wasser, starke Böen und über acht Beaufort auf dem Windmesser versetzte uns ins Staunen. Erst als der erste Baum umkippte gingen die Segler ins Clubhaus! Einige Boote, Hafenanlagen und mehrere Bäume wurden im Raum Oberhofen und Hilterfingen stark beschädigt. Alle Mustosegler waren froh, ihre Hightechmaschinen an Land zu haben. Auch der Abendanlass im TYC war geprägt vom Sturm. Das Buffet musste umgebaut und die Tische ans Trockene gezügelt werden. Einige Mustosegler waren am traditionellen Dammfest dabei und wurden mit einem leckeren Buffet belohnt.
Da der Gigatlon im Raume Thun durchgeführt wurde, war erst gegen Mittag an eine erste Wettfahrt zu denken.
Einige Cracks machten am Morgen im Oberwind ein paar Schläge und waren bereits am Mittag auf den Heimweg. Bei anziehender Thermik gings aufs Wasser. Doch diese baute nicht richtig auf. Es drückte von Interlaken wieder der Oberwind herein. So gelang es nicht allen pünktlich an der Startlinie zu sein. Bei sehr leichtem Wind und grosser Hitze kämpften wir uns über die Runden. Roger Oswald gelang trotz einer mässigen Starkreuz einen Laufsieg. Aber es kam noch schlimmer. Im zweiten Lauf reichte der Schwachwind nur für die Startkreuz. Auf dem Vorwind hingen die Genis bei drückender Hitze. So dümpelten wir ins Ziel. Dominik Wälchli gelang einen Laufsieg. Roger brach die Uebung ab. Dominik gewann vor Philipp und dem punktgleichen Schreiberling. Der Thunersee zeigte sich nicht von seiner besten Seite, schade. Dennoch werden wir versuchen, nächste Jahr wieder eine Regatta durchzuführen, damit sich die pouläre Klasse weiter verbreitet und wir hoffen, dass uns die Mustosegler im 2011 eine weitere Chance geben.
Musto SUI 172 Hene Wyss

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