Herbst Preis Brunnen

Prolog
Diesmal hat’s mich erwischt. Nach drei dritten Laufrängen bin ich dritter geworden und darf nun Euch erzählen wie es dazu cham.
Brunnen ist bekannt für seine „Gardasee“-Thermik und deshalb haben sich alle Musto Segler schon Monate zuvor auf diese Regatta gefreut. Jedoch wurde der Sommer 05 wieder mal seinem Ruf gerecht und schon am Freitag Abend begann es tüchtig zu regnen und es hörte nicht mehr auf bis in die nächste Woche hinein. Trotzdem kamen 17 angefressene Segler mit ihren Turngeräten an den Vierwaldstättersee um den andern Bootsklassen zu zeigen, dass Seglen nicht unbedingt ein „Sitzsport“ sein muss...
Obwohl es am Samstag Morgen noch keinen Wind hatte, zog es Lukas und Stefan aufs Wasser, um das Revier kennen zu lernen. Oder war es weil sie es bevorzugten, bei Flaute den Einwasserungsvorgang etwas weniger stressig durch zu führen?
Auf jeden Fall kamen dann alle andern MPS, 470er, Star, I14 und 49er nach einer Stunde auch aufs Wasser um im Urnersee bei 2-3 Bf die kleine Regenpause auszunützen.

Lauf 1
Während die meisten nach dem Start nach links fuhren, wählte Dieter die rechte Seite, was ihm den Bergpreis mit einem guten Vorsprung brachte. Er wurde jedoch von Roger überholt, welcher in seinem Sommer Training weitere 700 km MPS Erfahrung sammelte und seinen Technik Vorsprung weiter vergrösserte. So waren die ersten beiden Plätze vergeben und es wurde um den dritten Platz gekämpft. An vierter Stelle liegend kenterte ich auf dem ersten kleinen Halbwindkurs und musste dann etwas aufholen. Das tat ich dann auch auf dem zweiten Vorwindkurs, in dem ich nach der Luvboje noch 100m weiter ging und erst dann halste. So konnte ich den dritten Platz noch knapp vor Urs holen.

Lauf 2
Trotz den Treibbojen gab es wieder einen „zahmen“ Start. Wiederum war die rechte Seite auf der Startkreuz etwas besser (und ich war eher links). An der Spitze waren wieder Roger und Dieter anzutreffen. An der Leeboje wurde signalisiert, dass der Lauf abgekürzt wird. So blieb für mich (an 8ter Stelle liegend) nichts anderes mehr übrig, als links anzugreifen. Dies zahlte sich aus und so konnte ich den Jubel von Dieter hören, als er um eine halbe Bootsbreite vor Roger die Ziellinie überquerte. Im Zwischenklassement führte Dieter punktegleich mit Roger. In Brunnen gefällt es dem Dieter „Brunnen“ (könnte man da fast sagen).

Lauf 3 und 4
Der Sonntag zeigte sich auch grau in grau, aber diesmal mit Wind aus einer anderen Richtung, so dass wir im Gersauer Becken segelten. Der Wind war auch etwas stärker, so dass der I14 mit den Hydrofoils den Zuschauern Spektakel bieten konnte. Die bis zu 4 Beaufort machten das MPS Segeln anspruchsvoll. Speed und Technik waren gefragt. Das war so richtig zugeschnitten auf Roger, der auch die beiden letzten Läufe gewann. Die linke Seite war tendentiell besser. Ich kann mich nicht mehr so genau erinnern, weil ich mich vor allem damit beschäftigte nicht zu kentern. Hier noch ein paar kleine Szenen:
Im zweiten Lauf des Tages kämpfte sich Beat auf dem Vorwinder auf den dritten oder vierten Platz vor und nachdem er den Geni geborgen hatte und ins Trapez ging, riss ein Schötli und er kenterte direkt vor mir, so dass ich einen grossen Bogen machen musste.
Auf dem letzten Halbwindkurs versuchten ein paar wenige, den Geni zu fahren. Dann kam aber eine Böe und Urs kenterte eine Bootslänge vor dem Ziel, was ihn vom vierten auf den sechsten Gesamtrang schleuderte. Das war Pech.

Fazit
Es hat wieder mal Spass gemacht gegen andere MPS zu segeln und das bei gutem Wind. Ich habe noch nie bei solchem Wind gesegelt und weiss nun, was ich trainieren muss...

Lukas Erni
SUI 172


R e s u l t a t e