43° TROFEO INTERNAZIONALE DEL SEBINO, Lago d'Iseo

Da ist der 3., 4. und 5. punktgleich, und wen trifft es, den 3. Schweizerrang mit Schreibverpflichtung abzuräumen…..meine Wenigkeit. So beisse ich halt in den sauren Apfel und mache die Daheimgebliebenen hoffentlich gluschtig fürs nächste Jahr.

Vom Alpsee mit dem Rang nicht sehr zufrieden gings am Dienstag übers Stilfserjoch (2500 Meter und 48 Spitzkehren) und 5 anderen Pässen in 8 Stunden nach dem Lago d’Iseo wo vom Dienstag bis Freitag so die meistens Mustöler hereintropften und noch etwas am Speed und Handling herumfeilten. Mittwoch und Donnerstag so bei 1 ½ bis 2 Windstärken und freitags mit ganz, ganz, wenig Wind (ich habe dann entnervt aufgegeben).

Der Club ist wie immer sehr gastfreundlich und hilfsbereit, mit einer Infrastruktur im Nassbereich, von dem die nördlichen Nachbarn am Alpsee nur träumen können. Die alte Fabrik der Herren Beretta (Maschinenpistolen etc.) gibt Raum für aufgeriggte Optis und Jollen aller Art sowie Platz für das im Meldegeld inbegriffene Nachtessen Italian Style mit Salami, Pasta, Vitello Tonato, Roastbeef, Dessert sowie dem lokalen Rotwein (Francacorta, etwas gewöhnungsbedürftigt).

Nachdem die verschiedenen Teams ihre Zelte aufgestellt hatten (da gab es zum Beispiel die Schindler-City) hallte es ziemlich pünktlich so um 11.30/12.00 Uhr „BARCA ALL’ACQUA“ und die 470er, 29er, 600er und MPS gingen zu Wasser. Zusammen mit den 29er stellten wir das grösste Feld, nämlich 8 Boote. Die 600er brachten es auf 4 Boote und die Diskussion wird sich nächstes Jahr stellen, wenn die italienischen 600er alle auf 700er umgestiegen sind…..sollten wir nicht mit den 600er ein „Tide Ride“ veranstalten und zusammen starten und eine gemeinsame Rangliste machen????? Wäre doch witzig, oder????

Im Startlinie legen sind die Herren vom Komittee leider keine Weltmeister. Da wird einfach der Anker runtergelassen und bis am Sonntagabend bleibt halt dann die Linie, so schief wie sie auch immer sein mag. Hélas - wir haben uns daran gewöhnt und man muss halt einfach auf der richtigen Seite starten. Am Samstag hatten wir zwei von der Windstärke ganz passable Läufe (so 1 ½ bis 2 Windstärken), jedoch mit ziemlichen Winddrehern und Löchern drin. Da ich mich darauf nicht ganz einstellen konnte, hatte ich dies alles von hinten zu betrachten und kann eigentlich nur, wie gehabt, berichten dass halt der Roger International wieder zwei mal gewonnen hat und der Thomas Kübler ihn einmal auf den zweiten Rang verweisen konnte……..hallo Roger, die Jungen kommen. Ganz stark gefahren ist unser Dibidäbi Rolf mit einem zweiten und zwei vierten Rängen.

Nach meinen lamitablen Rängen am Samstag war Umtrimmen angesagt. Nachdem ich mit meinen 72 kg nicht ins Trapez konnte wenn die Schwergewichte schon lange draussen standen, ging ich den Roger um Rat an. Der hat dann schnell gemerkt dass ich das Grossschotdreieck zu hoch eingestellt hatte, was ich dann korrigierte. Dazu habe ich noch die Unterwanten etwas härter eingestellt und, siehe da, es geht ja. An der vierten Regatta wechselten Roger, Rolf und Sheriff die ersten drei Plätze einige Male. An der letzten Boje noch Erster, wähnte ich meine Schäfchen schon im Trocknen bis dann der liebe Gaetano aus Bozen vor mir sein Böötchen ins Wasser legte. Nach einer verkorkten Wende gingen Roger und Rolf dann halt auf die andere Seite und verwiesen mich auf den dritten Platz. Shit happenz!!!! In der letzten Regatta hatte ich dann doch noch mein Erfolgserlebnis indem ich unseren Crack Roger auf den zweiten Platz verwies; nicht nach der Devise „Schneller und Höher“ sonder unter Genacker mit „Schneller und Tiefer“. Leider konnte ich Rolf nicht, wie mir seine Söhne aufgetragen hatten, weiter nach hinten reichen….wenn er gute Ränge fährt, soll er zu Hause so ziemlich den Macho herauskehren!!!!

Nun, mir hat es gefallen. Der Wind war nicht, wie in den anderen Jahren so zwischen 3 und 4 Beaufort, dazu war es vorher noch zu kalt und der Himmel war nicht stahlblau sonder war noch etwas bedeckt und, wenn nicht, dann halt etwas diesig. Und, noch etwas zur Stimmung in der Klasse: wie immer Suuuuuuuper, auch die Hilfe, welche die Anfänger von den Cracks bekommen, wenn mal das Böötchen unter der Sollgeschwindigkeit läuft.

Also, a l’anno prossimo cari amici

Euer Sheriff
Urs



[Rangliste]


PS: und übrigens……am 30. Juni beginnt unser “gemeinsames Segeln” auf dem Silvaplanersee…..see you there……