
Schneeweekend,
Fideriser Heuberge
Na,
ja, selber schuld. Wieso bin ich in der Samstagnacht statt mit dem
Schlitten zu trainieren um 20.30 ins Bett und habe dann natürlich am
Sonntagnachmittag mangels Trainings nur Dritter beim Schlitteln gemacht
und bin nun am Berichteschreiben!!!!
Die leider durch Viren arg dezimierten, auf die Dirty Seven abgespeckte
Truppe (Philipp Koch wollte mit zwei Sprösslingen kommen und auch Roger
Oswald war zu Viert angemeldet aber beide mussten wegen irgendwelchen
unzeitgemässen Viren absagen …. Auch Symantec hätte da nichts bewirken
können) traf absprachegemäss um 09.00 Uhr in Fideris ein und fuhr von
dort mit den ersten Bussen in die Fideriser Heuberge. Die Fahrt nach
oben war schon abenteuerlich genug und hätte ich gewusst, dass wir die
gleiche Strasse wieder hinunter schlitteln sollten, hätte ich das ganze
noch mit ganz anderen Augen betrachtet.
Oben angekommen wurden wir vom Empfangskomittee in der Gestalt von Beat
Bläsi gebrieft und in unsere Unterkunft eingeführt. Komfortabel
logierten wir zu sechst in einem 10er-Schlag sodass wir den Viren doch
noch etwas positives abgewinnen konnten.
Das für Snowboarder etwas gewöhnungsbedürftige Wintersportgebiet mit 3
Skilifts bot gut präparierte Pisten welche nach etwas Sonneneinfluss
wunderbar Karvingmöglichkeiten ergaben. Beat Bläsi fuhr uns natürlich
allen um die Ohren und wir konnten uns nur mit dem Vorgeben mangelnden
Revierkenntnissen etwas aus der Affäre ziehen. Tiefschneefahren war
nicht mangels Neuschnee nicht angesagt man konnte sich jedoch
vorstellen, dass dieses Gebiet nach Schneefall ein Eldorado für
Variantenfahrer sein muss.
Zum Mittagessen stiess dann Michael noch zu uns sodass wir nun zu siebt
am Nachmittag die Seite wechseln konnten, d. h. wir fuhren auf der
Südseite nochmals in der Sonne einige saftige, wunderbar führende
Steilhänge. Abschluss war dann nochmals die Morgenpiste, diesmal ganz
hoch damit uns der Einheimische, sprich Beat Bläsi, noch die
verschiedenen Berggipfel auch mit den richtigen Namen vorstellen konnte.
Nach dem gemeinsamen Nachtessen (Menu war wieder angesagt) fuhren dann,
wie gesagt, die 6 ganz Wilden zum Training bei stockdunkler Nacht mit
den Schlitten und den neu eingekauften Stirnlampen (mind you) nach
Fideris. Mich selbst verschlug dann ein eingefangener Dünnpfiff
(heutzutage sagt man dem, so glaube ich, Virus) schon um 20.30 in die
Pfanne.
Vom Besuch in der Iglubar kann ich deshalb leider nichts berichten aber
irgendwie hat es Beat der Einheimische halt dann doch geschafft, mit
einigen vorhandenen Engländerinnen anzubandeln (er war ja auch im
Training in Kuba).
Dank dem verordneten Ohropax hatte ich das Gefühl, dass in der Nacht
überhaupt niemand schnarchte und so fand sich die ganze Truppe relativ
gut ausgeschlafen so um 9 Uhr wieder zum Morgenessen ein. Einzigartig
wie wir nachher wieder unseren Lieblingshang als Erste mit dem Skilift
erklommen und eine in der Nacht wunderbar präparierte Piste vorfanden.
Snowboarden bis zum Abwinken, d. h. bis zum Mittagessen war angesagt
(Skifahrer brauchten gelegentliche Kaffeepausen) und auf uns wartete,
wie gehabt, das Hausmenu (Wildragout mit Teigwaren, davor eine
Broccolisüppchen….lecker). Und die ganze Vollpension für irgendwie 75
Schweizerfränkli.
Nach dem Mittagessen fuhren die Innerschweizer (Beat Meier, Iwan Zurfluh
und meine Wenigkeit) mit den Schlitten in Rekordzeit nach Fideris wobei
noch zu sagen wäre, dass Gegenverkehr in Form von 4 – 5 Bussen angesagt
war. Von Absperren keine Spur, das ganze geht da oben mit einer
wunderbaren Lockerheit die man in vielen Skigebieten heute sucht.
Mir hat es auf alle Fälle riesig Spass gemacht und ich bin sicher, dass
die ganze Expedition nach einer Wiederholung (vielleicht mal ohne Viren)
ruft. Ich bin sicher wieder dabei.
Nächster Treffpunkt wieder auf dem Wasser….sicher im Training in Cham….
wo wir an der Primavela dieses Jahr auf die zwei Cracks aus England
treffen werden. Alle Mann an Bord…
Bis dann
Euer Rentner
Urs SUI 191 (FULL BOARD) |
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