Primavela Cham (21./22.4.2007)

Samstagnachmittag, unmittelbar nach dem Skippermeeting um 13:30, schickte der Wettfahrtleiter die 13 Mustos, 8 29er, 3 49er und 3 14er aufs Wasser, obschon die eher schwachen Windverhältnisse nichts Spektakuläres versprachen. Einige Musto-Segler waren zwar gemeldet, konnten dann aber am Samstag aus verschiedensten Gründen leider nicht starten. Jedoch konnten am Samstag 2 faire Läufe bei schwachem (1-2 bf) Wind gesegelt werden. Der Einlauf der beiden ersten MPS Läufe war nur auf dem Papier  etwas langweilig; beide Läufe zeigten mindestens vorne den exakt gleichen Einlauf: 1. Roger Oswald, 2. Dieter Brunner und 3. Philipp Koch. Bereits auf der Startlinie, aber auch auf dem Kurs, waren es taktisch spannende Regatten. Ein dritter Lauf wurde nach einer langen Pause auf dem Wasser zwar noch gestartet aber kurz vor dem Einlauf der ersten Boote (Oswald, Koch) wieder abgebrochen, weil der hintere Teil des Feldes fast gar keinen Wind mehr abbekam. Nach dem Einlaufen gab’s dann der legendäre „Oswald-Apèro“, welcher von Roger bezahlt und von seinen Frauen (Anita und Linda) während des Nachmittages liebevoll vorbereitet und dann endlich von Roger eröffnet  wurde. An dieser Stelle nochmals herzlichsten Dank an die Oswalds.  Am Abend wurden wir, wie wir uns das vom Segelclub Cham schon lange gewohnt sind, mit einem wunderbaren Nachtessen verwöhnt. Eva Schiess hatte einmal mehr alles gegeben! Am Sonntag morgen um 10:00 ging es dann erst mal mit einer Startverschiebung los und gegen Mittag wagte es die Chamer Wettfahrtleitung und beorderte die ganze Meute aufs Wasser, wo wir ähnliche Verhältnisse wie am Tag zuvor antrafen: 3 Mustos mehr an der Linie, spannende, zum Teil eher kritische ja nahezu waghalsige Szenen unmittelbar vor dem Start, enge Verhältnisse an der Boje mit oder ohne Innenposition und wieder schwacher Wind (1-2 bf) aus südlicher Richtung. Erneut wurden 2, etwas kürzere Läufe gesegelt. Mal da ne Böe, mal dort ein kleiner Dreher, aber alles in allem waren auch am Sonntag die Verhältnisse fair. Der Start zum vierten Lauf war speziell; wer noch konnte, entfernte sich dankend von dem dichten Gedränge an der Steuerbord Seite der Startlinie und konnte die anderen 95% der Startlinie für einen wunderbaren, freien Start ohne störende Abwinde nutzen. 4 der drängenden Musto-Segler rundeten infolge Frühstarts die Startboje ein zweites Mal. Da die Preisverteilung bereits um 15:30 Uhr fertig war, kamen wir alle früh, glücklich, sonnengebräunt und mit einer angenehmen Müdigkeit nach Hause.

Nun, für die kommenden Regatten ist von allem „mehr“ gefragt: mehr Wind, mehr Boote an der Startlinie (wenn möglich etwas gleichmässiger verteilt) und noch mehr solche sonnigen Tage wie wir sie in Cham hatten.

Philipp Koch

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