MUSTO Skiff Challenge,
Walensee (31.5./1.6.2008)
Flache Druckverteilung und
Gewittertätigkeit ist nicht gerade die Situation, die man sich wünscht
auf dem Walensee. Nicht als Teilnehmer und nicht als Wettfahrtleiter.
17 Mustos hatten sich in Mühlehorn am Walensee versammelt in der
Hoffnung auf satte Thermik. Euphorisch lief die halbe Flotte aus, als
die aus Unterterzen angeschleppten Darts und Fireballs in Sicht kamen.
Der anfängliche Ostwind erschlaffte aber zusehends. Stillstand auf
weiten Teilen des Sees. Nichts zu machen. Nach erfolgloser Warterei
wurden die Mustos aus Sicherheitsgründen entlassen, der Schlepptross der
anderen Klassen setzte sich in Bewegung zu ihrem Hafen. Über dem
Glarnerland machte sich ein Gewitter bereit, bedrohliche Wolken über dem
Speer deuteten auf berüchtigte Sturmböen...
Das Gewitter zog aber eher in die andere Richtung. Etwas böiger aber gut
segelbarer Westwind war das Resultat. Die Sturmböen blieben aus. Die
meisten Mustos liessen sich vor dem Nachtessen eine ausgedehnte
Spritzfahrt nicht nehmen.
Unwillen kam auf, als man die anderen Klassen vor Unterterzen am
Regattieren vorfand. Wettfahrtleiter Michael Bachmann erklärte später
die Situation, was die erhitzten Gemüter wieder beruhigen konnte. Das
Salat- und Spaghettibuffet im improvisierten 'Clubhaus' half weiter über
die Enttäuschungen des Tagen hinweg. Der Küchencrew sei Dank!
Auch am Sonntag war Warten angesagt. Ist meistens so am Walensee. Am
Morgen sind selten Wettfahrten möglich. Aber man rechnet ja mit der
Thermik vom Nachmittag. Prompt setzte um 13 Uhr etwas Westwind ein.
Hopp, hopp, alle in die Wettkampfmontur und einer nach dem anderen über
die bei diesem hohen Wasserstand etwas enge Rampe raus auf den mit
Treibholz übersäten See! Mit etwas gegenseitiger Hilfe gelang die Übung
in ansprechend kurzer Zeit. So reichte es zu einem Lauf, bevor die
anderen Klassen auch eintrafen. Der Wind war aber von der schwächlichen
Sorte und sehr löchrig. Gute Nasen waren gefragt - und Glück ungeschoren
am Treibgut vorbei zu kommen. Andreas Gasser holte sich den Laufsieg vor
Roger Oswald und Martin Mayrhofer.
Der zweite Start liess nicht lange auf sich warten, obwohl der Wind
sichtbar noch löchriger war. So quälte man sich über den Parcours. Über
die äussersten Flügel ging's am schnellsten. Die Flügelstürmer liessen
dem Hauptfeld in der Mitte keine Chance. Thomas Kübler war zuerst im
Ziel, vor Andreas Gasser und Stephan Züllig.
Nun war der Wind wirklich weg. Aus vorbei, alle froh, dass wir nach
Hause geschickt wurden. Damit gewann Andreas Gasser die Regatte souverän
mit 3 Punkten vor Roger Oswald (7 Pkt.) und Thomas Kübler (9 Pkt.).
Die Wettfahrtleitung mit dem Helferteam arbeiteten unter erschwerten
Bedingungen. Sie haben ihre Sache bestmöglich gemacht. Danke. Auf die
äusseren Umstände haben sie keinen Einfluss. Nächstes Mal gibt's volles
Programm ... die Hoffnung stirbt zuletzt...
Ruedi SUI 137
[Rangliste
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Fotos] |